Dörte Nieland – Hofladen
Dörte Nieland wurde am 10. Mai 1978 in Schwerin geboren. Schon als Kind verbrachte sie viel Zeit bei ihrer Großmutter auf dem Land. Dort entwickelte sich früh ihre Liebe zur Natur und zu Tieren.
Als naturverbundene und kreative junge Frau führte ihr beruflicher Weg zunächst in den Einzelhandel. Von 1994 bis 1997 absolvierte sie eine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel – eine Grundlage, von der sie bis heute in ihrer Arbeit profitiert.
Wie kam Dörte auf den Hof?
Auf den Hof Medewege gelangte Dörte eher zufällig: Ihr Auto blieb direkt an der Einfahrt zum Hof liegen. Die besondere Atmosphäre des Ortes und die vielfältigen Möglichkeiten weckten schnell ihr Interesse.
Im Frühjahr 2003 begann sie auf dem Hof ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Während dieser Zeit lernte sie die unterschiedlichen Bereiche und Zusammenhänge des Hofes kennen und arbeitete unter anderem in der Milchverarbeitung, der Gärtnerei und im Hofladen mit.
Als der Hofladen 2008 neu eröffnet wurde, begann Dörte zunächst stundenweise dort zu arbeiten und übernahm nach und nach immer mehr Verantwortung. Zunächst war sie als Angestellte tätig, 2016 übernahm sie die Geschäftsführung und seit 2019 ist sie auch Gesellschafterin des Hofladens.
Was macht ihre Arbeit aus?
In ihrer heutigen Tätigkeit verbindet Dörte ihre kaufmännische Ausbildung mit den Erfahrungen, die sie in den unterschiedlichen Bereichen des Hofes gesammelt hat. Dadurch kennt sie nicht nur den Einzelhandel, sondern auch die Landwirtschaft, Verarbeitung und die besonderen Abläufe eines vielseitigen Demeterhofes.
Neben Organisation, Einkauf, Sortimentsgestaltung und Personalführung bringt sie sich auch selbst kreativ ein. Sie stellt unter anderem Frischkäsezubereitungen, leckere Marmeladen und weitere handgemachte Produkte her, die im Hofladen angeboten werden. Gerade diese Verbindung aus Handel, handwerklicher Verarbeitung und eigenen Ideen macht ihre Arbeit besonders vielseitig.
Heute ist der Hof Medewege für sie längst mehr als nur ein Arbeitsplatz. Sie schätzt besonders die Vielfalt des Ortes, die kurzen Wege zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung und Verkauf sowie die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und den Hofladen aktiv weiterzuentwickeln.
Was macht das Sortiment des Hofladens besonders?
Ein großer Teil der Produkte im Hofladen kommt direkt vom Hof Medewege. Dazu gehören unter anderem saisonales Gemüse, Brot und Getreideprodukte, Eier, Fleisch sowie frische Rohmilch und verschiedene Milchprodukte.
Ergänzt wird das Angebot durch ausgewählte Bio-Produkte und Waren von regionalen Erzeugern und Partnerbetrieben. Dabei legt Dörte besonderen Wert auf Qualität, Herkunft und ein Sortiment, das gut zum Hof und seinen Grundsätzen passt.
Auch die Vermeidung unnötiger Verpackungen spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Viele Obst- und Gemüsesorten werden unverpackt angeboten, am Milchautomaten kann frische Milch selbst abgefüllt werden und im Unverpacktbereich können Kundinnen und Kunden verschiedene Produkte in eigene Behälter oder Papiertüten füllen.
Dörtes Lieblingsprodukt
Dörtes persönliches Lieblingsprodukt ist der „Bauerngarten“ aus hofeigener Herstellung. Dabei handelt es sich um einen Hirtenkäse (Feta aus Kuhmilch), der mit leckeren Kräutern in Leindotteröl eingelegt wird. Die Kombination aus würzigem Käse, Kräutern und dem mild-nussigen Öl macht ihn für Dörte zu einem ganz besonderen Produkt aus der eigenen Hofproduktion.
Wie geht es mit dem Hofladen weiter?
Mit der geplanten Marktscheune am Eingang des Hofes steht der Hofladen vor seinem bisher größten Entwicklungsschritt. Der bestehende Laden soll in die neue Marktscheune umziehen und dort deutlich mehr Platz erhalten.
Auf rund 550 bis 650 Quadratmetern Verkaufsfläche soll ein moderner Hofmarkt entstehen, der die Produkte des Hofes, regionale Erzeugnisse und ein umfangreiches Bio-Sortiment miteinander verbindet. Gleichzeitig soll der Charakter des bisherigen Hofladens erhalten bleiben: persönlich, regional und eng mit den Betrieben des Hofes verbunden.
Der zusätzliche Platz eröffnet viele neue Möglichkeiten – von einer größeren Frischetheke über ein breiteres Sortiment bis hin zur weiteren Entwicklung nachhaltiger und verpackungsarmer Angebote.
Für Dörte ist die neue Marktscheune deshalb nicht einfach nur ein größerer Laden. Sie ist die Chance, das über viele Jahre gewachsene Konzept des Hofladens weiterzuentwickeln und für die Zukunft aufzustellen.