2. Juli 2021

Schützenswerte Naturjuwelen in Klein Medewege gefunden
Die Genossenschaftsmitglieder und Helfer sind seit Januar dabei, das neu erworbene Gutsgelände vom Unterholz freizuschneiden und von Müll und alten Schuppen zu befreien. Mit der vielen Arbeit wurden einige wertvolle Natur-Fundstücke entdeckt und liebgewonnen. Die große Linde direkt am süd-östlichen Grundstücksrand mit dem wundervollen Blick über die Silhouette von Schwerin und den Medeweger See misst einen Umfang von 4,33m. Damit ist sie neben Ulmen, Robinie, Esche und Kastanie einer von sechs Bäumen, der vom Fachdienst Umwelt / Fachgruppe Naturschutz und Landschaftspflege gerade auf die Liste der Naturdenkmäler gesetzt wird.


An diesem schönen Ort wurde nun auch schon eine Bank errichtet aus regionalstem Holz – direkt nebenan wurden Robinien gefällt, welche die Linde im Wachstum beeinträchtigten. Die Bänke stehen nun als „Ruheort und Treffpunkt“ an der Linde.

Die neu errichtete Benjeshecke im Norden des Areals inmitten des sehr verwilderten Gehölzstreifens säumt das Gelände ein und ist zur Bereicherung der Artenvielfalt gedacht. Das geschnittene Unterholz wurde dort hingebracht und diente den Kindern und auch Erwachsenen beim Bau schon als Naturtrampolin;-)

Jetzt ist „Springstopp“, damit das Totholz zum Lebensraum für unzählige Insekten und Kleintiere wird.

Der Baumpfleger Jakob Mast sowie weitere Baumkundige pflegten im Juni die großen stattlichen Bäume – Totholz und Wildwuchs wurden entfernt und nun haben die prachtvollen solitairen Parkbäume, die vielleicht sogar schon mit dem Gutshausbau 1759 gepflanzt wurden, viel Platz zum Entfalten. Sowohl der Baumpfleger als auch Frau Hecht vom Schweriner Fachdienst Umwelt zeigten sich verblüfft und beeindruckt, welch schützenswerte Bäume auf dem Gelände wiederentdeckt wurden und wie kräftig und gesund sich diese zeigen. Das macht das Areal aus – die alten und großen Bäume prägen den natürlichen Parkcharakter des Grundstücks sehr!

Auch mit der Wasserbehörde sind wir bereits im konstruktiven Gespräch über unsere Ideen. Im Kaufvertrag steht u.a. geschrieben, dass eine Teichsanierung zuzulassen ist. Das wäre uns eine große Freude, wenn der nunmehr versiegte Teich wieder mit Wasser gefüllt sein könnte: das Regenwasser soll dafür gesammelt werden und per Überlauf den Teich füllen helfen. Auch zur Energiegewinnung kann Wasser unterstützen – die vorhandene Brunnenanlage könnte für die Wärmepumpe genutzt werden und die dann geförderte Wassermenge gleich zur Teichbefüllung beitragen. Wenn der Teich genug Wasser hat, soll per Schluckbrunnen der Überfluss dann zurück in die Tiefe.
Uns ist wichtig, dass auf dem Gelände jeder Tropfen Wasser erhalten bleibt und möglichst synergetisch genutzt werden kann – das wird in den regenarmen Zeiten eine Herausforderung, der wir uns versuchen zu stellen. Die Visionen sind groß und die ersten Schritte getan, um auf dem Gutsgelände eine zukunftsfähige Lebensweise zu etablieren.

Hier gibt’s weitere Infos!

18. Mai 2021

Wir freuen uns in jeden Jahr, wenn unsere Tiere ihr Leben endlich wieder auf unseren Wiesen genießen dürfen. Seit dem Weideauftrieb im April kann man auch unsere Kühe regelmäßig draußen sehen:

 

 

 

Seit Ende April die Stallpflicht für Geflügel, welche aufgrund der verstärkten Vogelgrippegefahr seit Ende des letzten Jahres galt, aufgehoben wurde, sind auch unsere Hühner wieder in ihrem Mobilstall unterwegs. Zurzeit kann man sie auf der Obstplantage besuchen:

 

 

 

19. März 2021

Für viele ist der Winter eine Zeit des Ruhens…dieses Jahr nicht für uns! Mit Schubkarre, Sägen, Tatendrang und zusätzlichen Helfern haben wir einen Teil des Gutsgeländes aufgeräumt und frei geschnitten.

Trotz Winter und Schnee haben wir seit Januar die riesigen Brombeerhecken eingedämmt, die baufälligen Schuppen abgerissen und viel Gerümpel in Containern entsorgt.

Heiße Suppe und diverse Zukunftspläne wärmten unsere müden Muskeln in den geselligen Pausen an frischer Luft wieder auf.

Viel Licht und große alte Bäume haben nun Platz um die beiden Häuser herum. Eine Benjeshecke säumt das Grundstück im Norden ein und zum Dorf hin zeigt sich das Gutshaus schon viel offener.

Auch aus den Wohnzimmern heraus wird gewerkelt: in digitalen Diskussionsrunden planen wir gerade mit und ohne Architekten, wie unsere Häuser und Wohnungen aussehen sollen: Fassade, Größe, Schnitt – und wer wohnt eigentlich wo? Viele Fragen, die gerade bewegt werden. Die ersten Frühjahrsboten zeigen sich und wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Schritte.

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26. Januar 2021

Hurra, wir haben gekauft!

Am 25. November war es tatsächlich soweit – der Vorstand der Genossenschaft Gutshaus Klein Medewege eG hat den Kaufvertrag für das Grundstück in Klein Medewege unterschrieben! Die Freude ist riesengroß! Die Schlüssel- und damit die Eigentumsübergabe wird am 1. Februar 2021 erfolgen.

Nun warten 18800 m² darauf, ein lebendiger Ort des gemeinsamen Wirkens und Wohnens für eine Gemeinschaft aus Jung und Alt zu werden! Dafür müssen noch viele fleißige Hände mit anfassen – Mitte Januar konnten die ersten zukünftigen Bewohner und Helfer beginnen, das Außengelände zu sichten, aufzuräumen und freizuschneiden.

22. Januar 2021

Die Fotojournalistin Anika Mester erzählt Geschichten von Menschen und ihrer Beziehung zu Essen und Landwirtschaft in Bildern. Hier gehts zum Interview: