Die Zukunft, sie soll die Gegenwart nicht überdecken, drum wird sie hier verborgen:

Zukunft öffne Dich, Klick!

Freitag, 1. Dezember, 17:00 Uhr:

Konzert: Duo - Fred Lonberg-Holm/Simon Camatta

Klangbeispiel

Fred Lonberg-Holm wuchs in Wilmington auf, wo er mit zehn Jahren klassischen Cellounterricht erhielt. Nach der Highschool zog er nach New York City, wo er Cello bei Ardyth Alton und Orlando Cole und Komposition bei Morton Feldman und Bunita Marcus studierte, um sich dann am Mills College von Anthony Braxton ausbilden zu lassen. Er arbeitete mit verschiedenen Ensembles wie dem Quartett PEEP, Anthony Braxtons Creative Orchestra, Anthony Colemans Selfhaters und God Is My Co-Pilot sowie dem Saxophonisten John Zorn. Ende der 1990er Jahre übersiedelte er nach Chicago. Er arbeitete u. a. mit Ken Vandermark, Jim O’Rourke, Peter Brötzmanns Chicago Tentet, Tony Malabys Cellotrio, der Noisejazz-Band The Flying Luttenbachers sowie mit Kevin Drumm und Axel Dörner.

Simon Camatta wurde 1976 in Essen geboren. Mit 11 Jahren bekam er sein erstes Schlagzeug zu Weihnachten. Er studierte Jazz an der Folkwang Hochschule Essen. Seit 20 Jahren spielt er in den unterschiedlichsten Bereichen in den halben Welt. Zur Zeit mit The Dorf, Camatta Monk, Knu! und in diversen Improvisationsprojekten sowie an verschiedenen Theatern. Obendrein ist er auch Solo unterwegs. Zusammen mit Jan Klare und Florian Walter betreibt er das UMLAND Records Label.

DHUNmusic

Freitag, 3. November, 19:00 Uhr:

Konzert: DHUN - interkulturell

Subhendu Ghosh (IND) – Vocals • Obeid Alyousef (SYR) - Oud • Andreas Deutsch (GER) – Saxophone • Torsten Goerke (GER) – Guitar • Raik Hoffmann (GER) – Bass • Elias Diesen (SWE) – Flute • Ashis Paul (IND) – Tabla

Wie übersetzt man Bach, Bartok und die Beatles ins „Indische“ oder die musikalische Stimmung eines Ragas für „unsere“ Ohren ins "Europäische"? Bei der Beantwortung der Frage sind keine Sprachwissenschaftler gefragt, hier müssen Musiker ran. Musiker, die in ihren Hauptberufen Biologen, Physiker und Informatiker sind und die strenges Strukturdenken mit ihrer Liebe zur Improvisation verbinden. Es gibt in Dresden ein Ensemble, das genau die notwendige Vielfalt vereint: DHUN, ein Name, der kein Kürzel ist, sondern für das deutsche Wort Ton und für das englische Tune stehen könnte, für globales Tuning ebenso wie für indische Volksmusik. Kreiert wurde der Bandname ganz spontan nach einem ersten gemeinsamen Auftritt im Jahr 2011. Es sollte nur ein schöner Nachmittag für ein soziales Projekt sein, blickt Andreas Deutsch zurück, der als Saxofonist in DHUN mitwirkt, in seinem Hauptberuf aber an der mathematischen Modellierung von biologischen Systemen arbeitet, aber dann...

Aus den Anfängen hat sich mittlerweile eine interkulturelle Musikgruppe entwickelt. Auf bisher völlig ungewohnte Weise verbinden die Musiker unterschiedlichste musikalische Ideen aus Orient und Okzident, verschmelzen die reichen, expressiven Melodien und vielfältigen Rhythmen des indischen Subkontinents mit westlichen Harmonien und jahrhundertelang entwickelten Prinzipien des Ensemblespiels. Nicht festgelegt auf ein bestimmtes musikalisches Genre lassen sich die Musiker von altenglischem Folk ebenso inspirieren wie von arabischen Tänzen und klassischen indischen Ragas, von old-school-Jazzstandards ebenso wie von Werken klassischer europäischer Komponisten. Die dadurch entstehende “Fusion Music” unterscheidet sich deutlich von Pop, Rock und anderen Fusionsprojekten.

Anton Kryukov

Sonntag, 29. Oktober, 16:00 Uhr:

Konzert: "Bajanissimo" - Anton Kryukov

Von Barock bis Moderne...
"In vielen Stilrichtungen und Epochen der Musik kann das Bajan (russ.Knopfakkordeon) sehr schön klingen, denn das liegt nicht am Instrument, sondern am Musiker und seiner Liebe zur gespielten Musik! Das ist die persönliche Überzeugung des Musikers Anton Kryukov, der in einem Solokonzert sowohl ältere Werke von J. Pachebel, J. S. Bach, D. Scarlatti, F. M. Bartholdy, als auch Stücke von modernen Komponisten wie A. Fossen, P. Frosini, V. Kovtun, J. Peyronnin u.a. interpretiert."

Der Musiker begeistert immer wieder durch seine sensible Spielweise und seine enormen technischen Fähigkeiten auf dem Bajan und möchte seine Freude und Begeisterung an der gespielten Musik mit seinem Publikum teilen. Er ist in Schwerin durch seine Auftritte im Staatstheater und Werk3 vielen Musikfreunden bekannt.

Saitenspinner

Mittwoch, 18. Oktober, 19:30 Uhr:

Konzert: die Schweriner Saitenspinner

  • Sylvia Schubert - Klarinette, Flöten, Gesang
  • Achim Berg - Kontrabass, Akkordeon, Gesang
  • Martin Maercker - Gitarre, Gesang
  • Eckard Praetorius - Geige, Gesang
  • Volker Brandt - Tuba, Dudelsack, Gesang
  • Jan Enderle - Cajon, Schlagzeug

"Frisch gereinigte Folkmusik aus NordOstSüdWest"

Saitenspinner spielt seit über 20 Jahren Musik aller Menschen Länder.

Das Repertoire der Gruppe Saitenspinner spannt einen Bogen von internationaler Folkmusik, mittelalterlichen Tänzen und Liedern, Kleszmerstücken aus Osteuropa und Niederdeutscher Folk bis hin zum Chanson.

Neben den Auftritten der Band im Norden der Republik, u.a beim Windrose-Festival 2015, war Saitenspinner in den vergangenen Jahren auch beim Burgfest in Cochem an der Mosel zu hören. Eine Tour durch Süddeutschland führte die Band bis nach Frankreich.

Das neue Saitenspinnerprogramm steht in der musikalischen Tradition der Band, internationale Folklore von der Ostsee bis zu den Alpen zu spielen. Das gemeinsame Singen von Volksliedern mit dem Publikum ist ein neuer Bestandteil des Programms.

Plakat "Semillas", German Velez

Freitag, 22. September, 18:00 Uhr

Vortrag & Diskussion:

Aktion GEN-Klage mit der kolumbianischen NGO Semilla - Berichte über Menschenrechtsverletzungen als Folge der Agrogentechnik.

Am Montag, den 18.9. findet in Genf die Berichterstattung der NGOs zum kolumbianischen Staatenbericht vor dem UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte statt.
Aus Kolumbien kommt „Grupo Semillas“, eine 1994 gegründete NGO von Umweltschützern und Landbewohnern, die einheimische indigene, afrokolombianische und bäuerliche Organisationen Kolumbiens mit Aktionen unterstützt, die zum Schutz und zur örtlichen Kontrolle der Gebiete, der Naturressourcen, der Biodiversität, der produktiven tragbaren Systeme, der Ernährungssouveränität und -autonomie ländlicher Gemeinschaften beitragen.
In Kolumbien hat die Regierung in den letzten Jahren den Anbau verschiedener Sorten Genmais erlaubt. Die kolumbianischen Ureinwohner und Kleinbauern haben rund 30 Maissorten, durch deren Anbau sie ihre Ernährungsgrundlagen sichern. Diese ist durch die Kontamination durch Genmais nun unwiderruflich bedroht. Die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände von 300 Metern schützen nicht, wie Beispiele – Mexiko, Kanada usw. – beweisen. Studien und Praxiserfahrungen haben darüber hinaus bewiesen, dass die Kontamination von Nahrungsmitteln und Umwelt durch Gensaaten und die damit verbundenen Technologien wie Glyphosat auch negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben.

Der Staat hat den Ureinwohnern eine eigene Politik in ihren Territorien garantiert und ist verpflichtet, auch Umwelt und Gesundheit der Menschen zu schützen“, so Germán Vélez. „Der Ausschuss möge die Regierung auffordern, GVO-Saaten sofort zu stoppen, bis Langzeitstudien deren Unschädlichkeit beweisen.
n Kolumbien werden bereits jetzt 70 % der Nahrungsmittel importiert – Tendenz steigend – Landflucht und Armut steigen drastisch. Bereits im März 2010 waren Germán Vélez und Christiane Lüst in Genf und haben einen ersten Bericht zum Thema eingereicht. Die kolumbianische Regierung wurde daraufhin aufgefordert, umgehend tätig zu werden – das Komitee forderte darin die kolumbianische Regierung auf, die Armut, vor allem Hunger und Unterernährung, effektiv zu bekämpfen und zu reduzieren. Der UN-Ausschuss forderte, dass die Regierung in ihrer Landwirtschaftspolitik die Nahrungsmittelproduktion für den Eigenbedarf – und nicht für den Export – absolut an oberste Stelle stellt, dazu grade die Kleinbauern fördert und in ihrer Unabhängigkeit unterstützt, um somit Armut, Hunger und Unterernährung effektiv zu bekämpfen und zu reduzieren. Seither hat sich die Situation aber verschlechtert. Ende September wird der Bericht der UNO an die kolumbianische Regierung erwartet.

Rückfragen und Informationen bei Aktion GEN-Klage, Christiane Lüst, Telefon 089–89311054, oder Familie Strauß, Telefon 038204–12804. Flyer

KONsonamus

Freitag, 15.September, 19.30 Uhr:

„Wat will’n wi op den Abend daun?“

das Vokalensemble KONsonamus singt Lieder aus der Volksliedersammlung von Eberhard Barbi.
Die staatlich geprüfte Sängerin und Gesangspädagogin Martina Scharstein hat aus dem Nachlass des passionierten Sammlers Eberhard Barbi aus Pampow, dessen Sammlung mecklenburgischen Liedgutes sich jetzt im Besitz der Stiftung Mecklenburg befindet, ein gut 90 minütiges Programm zusammengestellt und mit dem Ensemble KONsonamus des Schweriner Konservatoriums eingeübt. Die Sängerinnen werden von Susanne Eibel auf der Sopranflöte und Renate List, Cello, begleitet. Ein Kulturgenuss, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Natürlich auf Plattdeutsch!

Plakat "Code of Survival"

So., 3.Sep 16/17:00 Uhr: „Code of survival"
Die Geschichte vom Ende der Gentechnik

Wird „Code of survival“ der neue Kassenschlager von Bertram Verhaag? Wird der Film die Erwartungen des Publikums erfüllen? (Die Messlatte liegt nach dem letzten, mehrfach ausgezeichneten Film „Der Bauer und sein Prinz“ sehr hoch.)
- Bertram Verhaag meint ja und wird sich dem Publikum persönlich stellen:

In der eindrücklichen Montage konfrontieren wir die heilende Kraft der ökologischen Landwirtschaft mit den Auswirkungen des giftgestützten Anbaus. Wir werfen die Frage auf: In welcher Art von Landwirtschaft liegt der CODE OF SURVIVAL auf unserem Planeten?

Seit über 30 Jahren dreht Bertram Verhaag im Rahmen seiner eigenen Produktionsfirma (DENKmal-Film Verhaag) Dokumentarfilme und ist wahrscheinlich mit seinen über 120 Filmen der mit den meisten Preisen ausgezeichnete deutsche Dokumentarfilmer.

Die Mecklenburgtour mit Bertram Verhaag:

Sonntag, 23. Julei, 16:00 Uhr:

Streicherklang am Nachmittag

Quartette u.a. von Bach, Puccini, Mozart, Haydn, Glass, Piazzolla

Es spielen:

Programm:

PAUSE

Samstag, 15. Juli, 17:30 Uhr:

Konzert: Lost Notes

Bereits seit 18 Jahren interpretiert die Schweriner Band „Lost Notes“ ihre Lieblingstitel auf eine ganz eigene Art und Weise. Markenzeichen ist der ausgefeilte, ausdrucksstarke 3-stimmige Gesang. Seine Wirkung wird noch erhöht durch den kammermusikalischen Gegenpol von Geige, Flöte, Posaune und Saxofon. Rhythmisch auf den Punkt gebracht wird das ganze durch das präzise Zusammenspiel von Bass, Schlagzeug und zwei Gitarren.
Das musikalische Spektrum ist vielfältig. Stilistisch bewegt es sich zwischen alten und neuen Soul-Nummern, Brit-Pop und Singer/Songwriter-Material verschiedenster Couleur.

Repertoire (Auszug):
Greens & Blues (Pixies) - Chicago (Crosby, Stills, Nash) - Hummingbird (Wilco) - Makeda (Les Nubians) - Wild Woman (Father’s Children) - You don’t understand me (The Raconteurs) - Certainly (Erykah Badu) - Bis du zu mir kommst (Element of Crime) - Maybe So, Maybe No (Meyer Hawthorne) - Stars go blue (Ryan Adams) - Starman (David Bowie)     
Horse with no name (America) - Satisfaction (Allan Stone) - Mein Freund der Kühlschrank (Stoppok)

Besetzung: • Anja - Gesang • Lisa - Gesang / E-Gitar • Peter - Gesang / Akustikgitarre • Heike - E-Bass • Anne - Schlagzeug • Marina - Geige • Gesine - Querflöte • Cornelia - Posaune • Gabi - Saxofon

Musikalische Leitung: Ernst Ulrich Deuker

Lost Notes
Rosenau Trio

Sonntag, 9. Juli, 18:00 Uhr:

MUSIK & LITERATUR: Rosenau Trio - BadenBaden
("Mozart auf der Reise nach Prag")

Eine Hörfolge nach der Novelle von Eduard Mörike

Erleben Sie einen sehr denkwürdigen Tag im Leben von Wolfgang Amadeus Mozart – den 14. September 1787 – und lauschen Sie Arien, Liedern und Klavierwerken des großen Meisters.
Das Rosenau Trio (Baden-Baden) besteht aus der Pianistin Helga Becker-Winkler, dem Bariton Holger Bornschier und dem Sprecher Axel C. Buschbeck. Sie schaffen durch ihre Zusammenstellung und Interpretation von Musik und Literatur eine ganz besondere Atmosphäre, die den Zuhörer gefangen nimmt.

Trio Alegria

Sonntag, 2. Juli, 18:00 Uhr:

Konzert: Trio Alegria

(Victorita Condoi - Violine, Eugène Rodger - Gitarre, Frieder Rohn - Violoncello)

Drei Individualisten präsentieren Charakterstücke.

"Tauchen Sie ein in die musikalische Welt der vom Trio Alegria präsentierten Charakterstücke!
Jedes Stück wird zur Oper "en miniature" und überwindet damit das Klischee der reinen "Virtuosenmusik". Spielfreude ist das Credo des Trios.
Werke von Komponisten aus der Renaissance bis zur Moderne werden so zu Gehör gebracht, dass das improvisatorische Element der Musik voll zur Geltung kommt - das große Ganze bleibt dabei immer im Zentrum bleibt."

Samstag, 24. Juno, 17:00 Uhr:

"Blau blau Blümelein" - romantische Lieder und mehr

Ensemble und Soli mit dem Vokalquartett Sanges Reif

  • Petra Ebbett
  • Susanne Antkowíak
  • Gunther Erpel
  • Andreas Just
    • Klavier : Stephan Naumovich

Die SängerInnen und Sänger des Vokalquartetts SangesReif kommen aus Berlin und Dresden. In abwechselnden Besetzungen (Soli, Duett, Terzett, Quartett) erklingen Lieder und Vokalwerke von Schütz, Bach, Mozart, Schubert, Mendelssohn, Schumann, Brahms sowie von Gunther Erpel eigens für das Ensemble komponierte und arrangierte Sätze.
Ein Anliegen der Gruppe ist es, die vielfältigen Möglichkeiten der menschlichen Stimme im Einzel- und Zusammenklang zu pflegen und in musikalischen Werken verschiedener Zeitepochen darzustellen.

Eintritt frei, Spende erbeten

Mütterbilder

Pfingstsonntag, 4. Juno 2017 um 17 Uhr:

Lesung: MütterBilder

Claudia Holst und Mitautorinnen des künstlerischen Buchprojektes MütterBilder lesen aus dem Buch, Ausstellung einiger MütterBilder im Kultursaal.

Gesang: Bente Breme

Lassen Sie sich berühren von Müttergeschichten, gemalt, geschrieben und manchmal zwischen den Zeilen geahnt...

Meisterpianist Menachem Har-Zahav spielt „Russische Romantiker“

Sonntag, 21. Mai, 18:00 Uhr:

Meisterpianist Menachem Har-Zahav spielt „Russische Romantiker“

Auf seiner aktuellen Tour mit neuer CD-Veröffentlichung gastiert Meisterpianist Menachem Har-Zahav auch bei uns in der Region. Ausnahmekünstler Har-Zahav, der Freunde virtuoser und ausdrucksstarker Klaviermusik regelmäßig begeistert, präsentiert das Programm „Russische Romantiker“, einen abwechslungsreichen Querschnitt aus Werken der russischen romantischen Komponisten Peter Tschaikowski, Sergei Rachmaninoff, Alexander Scrjabin, Mili Balakirew und Sergei Ljapunow. Zu hören sind z.B. Tschaikowskis „Dumka“, „Islamey“ von Balakirew und die zweite Sonate von Rachmaninoff. Mit dieser Programmauswahl gelingt Har-Zahav eine Balance von russischer emotionaler Tiefe und der tänzerischen Leichtigkeit des russischen musikalischen Esprits.

Während Tschaikowski (1840-1893) und Rachmaninoff (1873-1943) natürlich sehr berühmt sind, kommen auch etwas weniger bekannte, dennoch sehr gute, Komponisten zu Gehör:

  • Alexander Scrjabin (1871-1915) war ein Kommilitone von Rachmaninoff am Moskauer Konservatorium, wo er Klavier und Komposition studierte und später auch selber als Klavierprofessor unterrichtete. Nach seinem Umzug 1904 nach Westeuropa folgte innerhalb weniger Jahre mit seinen Klavierkompositionen und seiner sinfonischen Musik ein Triumphzug bis nach Amerika.
  • Mili Balakirew (1836-1910), Pianist, Komponist und Dirigent, folgte zunächst dem Vorbild Frédéric Chopins und komponierte brillante Salonstücke, bis er 1855 nach St. Petersburg kam, wo er mit Michail Glinka in Kontakt trat und sich für dessen Vision einer nationalen russischen Musik begeistern konnte. Er wandte sich von nun an der Schaffung eines original russischen Nationalstils zu, der sich vor allem durch die Verwendung russischen Liedgutes und Tänzen auszeichnete.
  • Sergei Ljapunow (1859-1924) war ein Schüler von Balakirew, von dem er das Interesse an russischen Volksliedthemen und Orientalismen wie Melodien aus dem Kaukasus übernahm. Er war außerdem sehr vom Werk von Franz Liszt beeinflusst, von dem er den brillanten, virtuosen Klaviersatz und die Art und Weise der pianistischen Verarbeitung von Themen übernahm, so dass Ljapunows Schaffen eine Synthese aus romantischem Virtuosentum und der nationalrussischen Bewegung darstellt.
Meisterpianist Menachem Har-Zahav spielt „Russische Romantiker“

Har-Zahav selber sagt zu seiner Programmauswahl:
Ich habe versucht, ein Programm zusammenzustellen, das so viele Facetten der russischen Seele wie möglich zeigt. Zum Beispiel sind da die tänzerischen Stücke, Balakirews Tarantella und Tschaikowskis Walzer, und Tschaikowskis Dumka mit sowohl der russischen Schwere als auch den Tanzabschnitten. In dem Stück Islamey von Balakirew, das von vielen für das schwierigste Stück, das je für das Klavier geschrieben wurde, gehalten wird, sind auch wieder tänzerische Elemente sowie die Lyrik des Mittelteils und auch extrem virtuose Stellen enthalten. Das gewichtigste Stück ist ohne Zweifel die Rachmaninoff-Sonate, die ich in meinem eigenen Arrangement aus der ersten und der überarbeiteten Edition spiele. Trotzdem macht den Charme dieses Stückes die vielen glockenähnlichen Effekte aus, die Rachmaninoff komponiert hat, besonders im ersten Satz. Der zweite Satz hat eine wunderschöne Melodie mit weiteren Glockeneffekten und für den dritten Satz hat Rachmaninoff die schönste Melodie aufgehoben. Insgesamt ist es ein sehr unterhaltsames Programm geworden, das beim Publikum sehr gut ankommt.

Von Menachem Har-Zahavs Interpretationen voller Gefühl, Esprit und Temperament sind Publikum und Presse regelmäßig begeistert: Die NRZ z.B. beurteilte ihn als „perfekten romantischen Virtuosen, technisch brillant, ausdrucksstark, sensibel ohne falsche Sentimentalität“. Seiner musikalischen Aussagekraft und seiner „ans Wahnwitzige reichenden Technik“ verdankt er die Bezeichnungen als Weltklasse- und Starpianist. Dabei ist die Virtuosität nie Selbstzweck, sondern sie wird eingesetzt, um transparente Klangbilder im Dienste der Musik zu schaffen.
Menachem Har-Zahav ist als Solist mit und ohne Orchesterbegleitung international aufgetreten. Nachdem ihm bereits früh Lehraufträge an Hochschulen in den USA übertragen wurden, verbrachte er drei Jahre in England für weitere Studien. Inzwischen lebt er in Deutschland und widmet sich ganz dem Konzertieren. Seine zahlreichen Gastspiele in Deutschland führten ihn u.a. in die Tonhalle Düsseldorf, den Gasteig München, die Laeisshalle Hamburg und das Beethovenhaus Bonn. Im europäischen Ausland hat er in den Niederlanden, der Schweiz, England und Italien gespielt.

Um den wunderbaren Abend nicht zu verpassen, wird gebeten, Plätze per Mail (oder telefonisch unter 6767-1622) zu reservieren. Der Eintritt ist wie immer frei, um eine Spende wird gebeten.

Montag, 27. März, 19:30 Uhr:

Konzert: Joseph Haydn "Die 7 Letzte Worte Jesu" Streichquartett (Hob. III 50-56)

Es spielen:

Sprecher: Peter Zimmer

Mechthild Breme stellt in diesem Zusammenhang ihre 2010 entstandenen "Bilder zur Karwoche" im Kultursaal aus.

Madagaskar_Bjoern Berg

Freitag, 17. März, 19.30 Uhr

"En Plattdüütschen in Madagaskar"

Ein Vortrag mit Lichtbildern über das Leben und eine einzigartige Natur in Madagaskar
von Dr. Björn Berg, Karow

Der Förderverein der Kirche zu Kirch Stück e.V. lädt Sie herzlich zu einem plattdeutschen Vortrag mit Lichtbildern über das Leben und eine einzigartige Natur in Madagaskar.
Madagaskar ist die viertgrößte Insel auf der Erde. Madagaskar wurde vor 150 Millionen Jahren von Afrika und vor 90 Millionen Jahren vom indischen Subkontinent getrennt. Aufgrund dieser frühen Isolation ist eine sehr einzigartige Flora und Fauna auf der Insel entstanden. Etwa 70% der vorkommenden Pflanzen und Tiere gibt es nur auf Madagaskar. Die Lebensverhältnisse der Menschen sind sehr unterschiedlich: während in den größeren Städten das 21. Jahrhundert präsent ist, leben die Menschen auf dem Lande noch sehr einfach.
Dr. Björn Berg hat sich bei seinem Besuch der Insel mit der Kultur aber auch mit dem Alltag der Menschen und ihrer Geschichte befasst und wird mit seinem Vortrag und vielen Bildern von Land, Leuten und ihrem Leben einen lebendigen Eindruck vermitteln.

Der Eintritt ist frei; Spenden werden für die Restaurierung der Kirche St. Georg zu Kirch Stück und ihrer Kunstschätze am Ende der Veranstaltung gern entgegengenommen.

Jürgen Hansen