"Alm-Abtrieb"

Weide-Abtrieb

Nachdem die letzten Ackerfrüchte geerntet sind und die Einsaat des Wintergetreides abgeschlossen ist, hat auch das Grünland keine nennenswerten Zuwächse mehr. Wir holen unsere Rinder jetzt nach und nach in die Ställe.
Einige Jungtiere dürfen sich noch in unseren Jungbullen „Gerdo“ verlieben, aber dann geht’s auch für diese Mädels nach Hause!
Über Winter sind dann alle Rindviecher im Stall und auf befestigten Ausläufen. Nur Kälber und melkende Milchkühe dürfen in Schönwetter-Perioden ab und zu auf die Weide, wo sie dann hoffentlich nicht zu große Trittschäden verursachen.

11.2012 Georg Jahn,

Hof Aktuell 9 - "Raising Resistance"

"Los Campesinos"

Der wachsende Widerstand der Kleinbauern aus Paraguay wird in dem Dokumentarfilm „Raising Resistance“ eindrucksvoll dargestellt.
Auf dem Hof Medewege zeigte der BUND am Sonntag dem 14. Oktober den Film mit der Möglichkeit dem Hauptdarsteller Geronimo Arevalos Fragen zu stellen.
Auch der Medeweger Ackerbauer Stefan Weiß traf den „Campesino“.
Stellvertretend für große Teile Südamerikas macht der Film auf die dramatischen Folgen des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen aufmerksam. Die Schäden für die Umwelt, Gesundheit und sozialen Verhältnisse gehen uns alle an. Mit unserem Kaufverhalten bestimmen wir den Kurs des globalen Weltargrarhandels!

10.2012 Georg Jahn

Hof Aktuell 8 - Festzeit!

Bunte Schirme in den ersten Regenstunden.
Bunte Gemüse, Torten und Jonglierbälle in den Hallen boten Ausgleich, Schmiedefeuer und Fladenbrotofen Wärme.
Drinnenzeit bei Musik von AtaXoundZ, in Ateliers beim Filzen, Specksteinraspeln und Perlenziehen, im Altcafé zum Puppenspiel.
Dann lockten die Schweinchen vor allem und endlich die Sonne zur Strohburg und über´s Gelände - das füllte sich (fast) wie im Vorjahr. Lichtblicke gab´s schöne und Pfützenspiele, Spiegelbilder.

Weitere Bilder gibt es in der Nachlese zum Fest!

Hof Aktuell 7 - Erntezeit!

"Bauer hält Hof" vom 28.07., Bild von Michael Dieke

Wenn die Feldfrüchte reif werden müssen sich die Bauern und Gärtner sputen, um sie trocken und mit guten Qualitäten zu ernten.
Mitte Juli schon war die Wintergerste reif und konnte geerntet werden. Zuerst noch etwas feucht aber dank anhaltendem Sonnenschein bald so, daß keine Nachtrocknung mehr nötig war.
Nun ist der Roggen reif und wir warten auf gutes Erntewetter, um den Rest zu holen mit unserem funkelnagelneuen Mähdrescher! Alsdann haben wir noch Sommergerste, Winterweizen und Hafer-Lupinen-Gemenge zu dreschen.

8.2012 Georg Jahn

Hühnerhof Aktuell 6

Hühnermobil

Eine unserer beiden Hühnerherden hat ein neues Zuhause! Im „Hühnermobil“ fühlen sie sich sehr wohl. Alles ist nach den neuesten Erkenntnissen über die artgerechte Haltung von Legehennen ausgestaltet.
Tagsüber können sie die nähere Umgebung, die durch einen Maschenzaun abgegrenzt ist, erkunden.
Die Mobilität des Stalles ermöglicht ein rechtzeitiges Weiterziehen auf frisches Weidegrün!

6.2012 Georg Jahn

Hof Aktuell 5

Reifer Mistkompost...

Reifer Mistkompost ist die Grundlage der Bodenfruchtbarkeit im „Biologisch-dynamische Landbau“.
Die Qualität des Mistes bildet sich aus der guten Futtergrundlage für die gesund gehaltenen Tiere.
Versetzt mit den Kompostpräparaten und abgedeckt mit Kompostflies, altem Heu oder Stroh, reift der Mist zu erdigem Kompost heran.
Dieser wird zu Vegetationsbeginn auf die Kulturen gestreut, nach der Silage-oder Heuernte auf das Grünland oder auf die Getreidestoppeln, zum einarbeiten.

5.2012 Georg Jahn

Das Samenkorn - Beginn des Lebens

Saatgut frei

Im Frühjahr markiert es den entscheidenden Moment der Arbeit auf unserem Hof Medewege.
In den letzten Jahren ist es auch immer bekannter geworden wie wichtig es für die ökologische Landwirtschaft ist.
Denn unser Saatgut soll ein freies Kulturgut sein und nicht ein Machtinstrument global agierender Konzerne!
Bauern und Gärtner und Züchter können es im Kreislauf des Lebens mit Erfahrung und Fachwissen weiter vermehren.
Kartoffeln, Getreide und, wie hier in Medewege, auch Gemüse: Unsere Gärtnerei erzeugt Saatgut von Bohnen, Blumenkohl, Gurken, Rote Bete, Zucchini und Kürbis.
Man kann es - in den bunten Tüten der Bingenheimer Saatgut AG verpackt - auch in unserem Hofladen kaufen.
So schließt sich der Kreislauf des Lebens in einer vertrauensvollen Kooperation von Erzeugern, Händlern und Kunden.
wir wünschen allen ein erfolgreiches Gartenjahr!

4.2012 Rainer Holst

Im Märzen der Bauer...

Roggenstriegeln über Kleegras-Untersaat

… die Trecker anspannt! Jetzt, bei dem frühlingshaften Wetter kann auf dem Acker schon mit der Frühjahrbestellung begonnen werden. Die „Winterfurche“ (im Herbst gepflügtes Land) wird bei uns mit Sommergerste und einem Hafer-Lupinen-Gemenge bestellt. Bei guter Qualität kann die Gerste zum Brauen, der Hafer zum Schälen taugen. Auf beiden Feldern wird zusätzlich Leindotter eingesät, der als „Lückenbüßer“ ein guter Gemengepartner ist. Zum Vegetationsbeginn verteilen wir auch Jauche und Mistkompost auf die Felder. Die Gärtnerei wartet auf den Startschuss vom Amt, um endlich ihre neuen 4000m² Foliengewächshäuser aufstellen zu können. Diese erweitern die Kapazitäten vor Allem für Salate und dienen später der Saisonverlängerung auch für andere Kulturen.

3.2012 Georg Jahn

Hof Aktuell 3/2012

Stroh zu Gold!

Wir hoffen, die härteste Winterzeit überstanden zu haben und freuen uns auf die ersten Boten des nahenden Frühlings. Der strenge Frost hatte uns fest im Griff; unsere „Aussenklima-Ställe“ kamen dabei an ihre Grenzen. Erstaunlicherweise scheinen unsere Tiere prima mit den eisigen Temperaturen klar zu kommen. Wichtig ist dabei immer ein windgeschützter Bereich, damit nicht zu viele Energiereserven aufgebraucht werden. Tränk- und Waschwasser in den Stallungen bereit zu halten war dann aber doch recht aufwendig.
Auf gefrorenem Boden kann man ohne großen Schaden anzurichten fahren und z.B. Mistkompostmieten anlegen und abdecken. Im Frühjahr oder Sommer kann dann der fertige Kompost auf die Felder und Weiden ausgebracht werden. Der Mistkompost wird mit zumeist von uns hergestellten biologisch-dynamischen Präparaten versehen und spendet neben den Nährstoffen auch die gesundenden Kräfte, die unseren Hoforganismus umgeben.
In den Lägern haben wie außer etwas Wintergemüse noch viele Kartoffeln und Zwiebeln, sowie hervorragendes Tafelobst und Saft und natürlich tonnenweise Getreide. Alles will sorgsam beobachtet und belüftet sein, und gereinigt, sortiert und vermarktungsfähig verpackt werden!

3.2012 Georg Jahn, Landwirt

Hof Aktuell 2/2012

In den letzten Jahren hat die Kultivierung von Leindotter vor allem in ökologischen Betrieben wieder mehr Verbreitung gefunden. Dabei war er in Europa schon zur Zeit der Kelten bekannt und bietet sich aufgrund seiner Eigenschaften zum Anbau geradezu an:

  • Als Blattfrucht lockert Leindotter die Fruchtfolge weiter auf.
  • Er eignet sich gut für den ökologisch günstigen Mischfruchtanbau und durch die schnelle Jugendentwicklung reguliert er Beikräuter.
  • Dank seiner Robustheit ist er im pestizidfreien Anbau unproblematisch,was Schädlinge und Krankheiten betrifft.

Leindotter ist wie Raps eine Ölfrucht, d.h. der Same enthält 30- 40% Öl, das sich auspressen lässt.
Ursprünglich war ein Gedanke bei uns, den Betriebskreislauf weiter zu schließen und zum Beispiel bei der Kultur von Getreide den Kraftstoff, der für die Traktoren und Mähdrescher benötigt wird, gleich mit zu erzeugen, in dem man Leindotter zusammen mit dem Getreide wachsen lässt.
Es zeigt sich aber, dass das Öl für die Verbrennung in modernen Dieselmotoren wegen der vielen ungesättigten Fettsäuren ungeeignet und eigentlich auch viel zu schade ist, da es sich als ein wohlschmeckendes und äußerst gesundes Lebensmittel darstellt.

2.2012, Stefan Weiß, Landwirt.
Das Bild zeigt Leindotter in Mischkultur mit Erbsen und Hafer, eine einzelne Pflanze und das Öl:

Das Bild zeigt Leindotter in Mischkultur mit Erbsen und Hafer, eine einzelne Pflanze und das Öl.

Hof Aktuell 1/2012

Wandernde Kälber

Wir halten ca. 50 Milchkühe. Mit ungefähr 3 Jahren kalben sie das erste Mal und geben dann Milch. Die erste Zeit sind Mutter und Kalb beieinander. Später werden sie getrennt und das Kalb kommt in die Kälber-Gruppen-Bucht. Hier werden sie bis zu einem Alter von knapp 4 Monaten mit Vollmilch getränkt.
Das Kalb bekommt einen Namen, dessen Anfangsbuchstabe sich jedes Jahr in alphabetischer Reihenfolge ändert und der einen Bezug zur Mutter hat (z.B. Helga-Olga).
Unsere Kühe geben im Durchschnitt 6.200l Milch pro Jahr. Davon werden fast 500l für die Kälberaufzucht verwendet.
Wir züchten das altdeutsche Schwarzbunte Niederungsrind welches sich durch Gesundheit, Fruchtbarkeit und Robustheit auszeichnet. Die Besamung erfolgt über eine Bullen der entweder aus der eigenen Nachzucht kommt  oder von der lebenden Genreserve in Gräfendorf/Bbg. stammt.

1.2012, Georg Wilhelm Jahn, Landwirt